Unser ältestes Mitglied --- Grete Schuessler

Ältestes Mitglied und gleichzeitig  Gründungsmitglied ist Margarete Schüssler, die Mutter unseres Präsidenten.

Ihren Erinnerungen und der Geschichte ihrer Familie haben wir die Gründung der Kölschen Ulanen von 1849 e.V. zu verdanken

Ihre  Urgroßeltern, Großeltern und später ihre  Eltern

gehörten schon dem Stammtisch Hätzblatt an n Dieser Stammtisch geht auf die Soldaten des 5. westfälischen Ulanen Regimentes zurück Von diesem Regiment war l849 die erste und zweite Eskadron in Deutz stationiert

 Grete Schüsslers Urgroßmutter wurde im Volksmund auch Ulanenmarie genannt Sie liebte das

Regiment und besonders einen dieser schmucken Soldaten Es ist jedoch nicht mehr. nachvollziehbar, wer ihrer Liebe war. Gretes Urgroßvater schmunzelte

zeitlebens über diese Schwärmerei. Der Mädchenname der  Urgroßmutter war Maria Magdalene Schiefer. Sie kam aus dem Großraum Düsseldorf mit den

Ulanen nach Köln. Im Jahre 1860 verschlug es sie zurück in den Großraum Düsseldorf, nach Gretes Erinnerung nach Monheim. Dort lernte sie ihren späteren Mann Joseph Schmitz kennen  und gebar ihm1864 einen Sohn.

Die Familie Schmitz  zog dann 1870 nach Köln-Bickendorf. Seit dieser Zeit ist die Familie von Grete Schüssler in Köln-Bickendorf bzw. Köln-Ehrenfeld wohnhaft

Nach der Rückkehr von Maria Magdalene Schiefer (jetzt Schmitz ) nach Köln suchte diese

 

sofort zusammen mit ihrem Mann den Ulanenstammtisch. Beide wurden Mitglied des Stammtisches, Joseph Schmitz jedoch nur aus Liebe zu seiner Frau.

Im Lauf der Jahrzehnte wandelte sich der Soldatenstammtisch zu einem Stammtisch von einfachen Bürgern, die sich später dem Karneval zuwandten

Um das Jahr 1898 wurde aus dem Ulanen Stammtisch der Stammtisch " Hätzblatt", an dem sich viele Karnevalisten und Schützen sammelten

 

An die Zeit, die ihre Großeltern mit Freunden im Kölner Karneval verbrachten, kann sich Grete Schüssler  nicht mehr erinnern und hat auch nur sehr wenige Geschichten darüber in Erinnerung, da es keine besonderen Vorfälle gab.

Ihre Eltern jedoch, Heinrich Karl Friedrich Rose, geb. 30.03.1886' gestorben 16.05.1939, sowie die Mutter Anna Katharina Rose, geborene Schmitz, geb.

13.03.1883, verstorben am 17.02.1972, waren immer Mitglieder dieses Stammtisches. Dort haben sie sich dann als junge Menschen kennen und lieben

 

gelernt und schließlich sind sie dann eine glückliche Ehe eingegangen

 

Gretes Vater war besonders gut befreundet  \\'illi Ostermann. Gretes  Mutter

 

hatte die erste Grabstätte von ihrem Mann

  auf dem Melatenfriedhof in der Nähe des Grabes von Willi Ostermann gewählt damit die Freunde zusammen waren. Erst Jahre später wurde er in das  Familiengrab auf dem Ehrenfelder Teil des Melatenfriedhofs umgebettet

 

Die heute noch existente Stammtischfahne des Saturnisches "Hetzblatt" wurde von Gretes Großeltern und Mitgliedern  der ,,Karnevalsgesellschaft Die Große von 1823" gestiftet.

 

Der Stammtisch hatte  den Schlachtruf Gela Gelo, der auch auf der Stammtischfahne zu lesen ist' Gretes Vater, Heinz  Rose Mitglied des kleinen Rates von der Mutter aller Karnevalsgesellschaften (Die Große von 1823).

 

Grete erinnert sich noch sehr gut daran wie Willi Ostermann so manches Liedchen inmitten des Stammtisches sang und alle Herzen erfreute

Manche Vorlage für für die . Lieder lieferten die Ereignisse von und um die Mitglieder des Stammtischs.

 

Auch erinnert sich Grete noch sehr gut daran, dass Ihr Vater und ihre  Mutter an Planungen zur Entwicklung eines Ulanen Korps in den dreißiger Jahren aktiv beteiligt Gretes Mutter war Uniformschneiderin und fertigte Karnevals- und Armeeuniformen

Eine weitere Hochphase des Stammtischs war Ende der vierziger Jahre bis Anfang der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Damals wollte jedoch niemand mehr ein weiteres Funkenkorps.

Darum traten die Ulanen in Saitent-Kostümen auf Veranstaltungen auf und nahmen so gekleidet in den Farben blaurot Gold, auch an Zügen teil.

Über  die Jahrzehnte verstarben immer mehr der alten Mitglieder. Zum Schluss waren es noch 4  Willi Hövelmann, Charlotte e Heung, Wolfgang Hövelmann und Grete Schüssler

Schade fand Grete nur, dass ihr Sohn, der längst in einem der Gardecorps  in

 

Köln seine karnevalistische Heimat gefunden, keinerlei Interesse am  Stammtisch und den Ideen von einst hatte.

Desto größer ist Gretes Freude darüber, dass ihr  Sohn jetzt den Weg zurück an den Stammtisch Hätzblatt dem Herzen der heutigen Kölschen Ulanen'gefunden,